Wenn man an Fastfood denkt, dann kommen den meisten Leuten sofort Burger, Pizza oder Ähnliches in den Sinn.

Dass diese Speisen nicht immer die gesündesten sind, ist schon seit längerer Zeit bekannt. Das liegt vor allem daran, dass sie oft hohe Mengen stark verarbeiteter Lebensmittel enthalten und dadurch weder naturbelassen, noch reich an Mikronährstoffen oder Ballaststoffen sind.

Zusätzlich dazu hat Fastfood oft eine unvorteilhafte Fettsäurezusammensetzung, die Entzündungen begünstigen kann. In einer neuen Studie aus Bonn beschäftigten sich Wissenschaftlern jetzt mit der Auswirkung von Fastfood auf das Immunsystem und stießen dabei auf spannende, aber schockierende Erkenntnisse.

Was wurde in der Studie untersucht?

Burger als Fastfood

Das Experiment der deutschen Wissenschaftler wurde zwar mit Mäusen und nicht mit Menschen durchgeführt, aber trotzdem können daraus möglicherweise zukunftsweisende Schlüsse gezogen werden.

Für die Durchführung der Studie wurden die Mäuse auf eine typische westliche Ernährung gesetzt. Das bedeutet also: hohe Fettaufnahme, hohe Zuckeraufnahme und geringe Ballaststoffaufnahme.

Die Ernährungsform führte bei den Versuchstieren zu einer starken entzündlichen Reaktion. Doch was noch viel schockierender war, ist der Fakt, dass die Forscher auch heraus fanden, dass die Gene, die die beteiligten Immunzellen steuern, auch noch 4 Wochen nach der Wiederaufnahme einer gesunden Ernährungsweise aktiviert blieben.

Bei einer Erkrankung passiert im Körper etwas Ähnliches. Die Immunzellen bleiben hierbei nämlich längere Zeit aktiv, um die Viren oder Bakterien bei erneutem Eindringen sofort unschädlich zu machen. Zu einem derartigen Effekt scheint es auch durch eine stark fett- und zuckerhaltige Ernährung zu kommen. Das Immunsystem bleibt aktiviert und es werden entzündliche Prozesse gefördert.

Die Wissenschaftler schlussfolgerten deshalb, dass diese Tatsache auch bei der Entstehung von Krankheiten, wie beispielsweise Arteriosklerose oder Typ 2 Diabetes eine Rolle spielen könne.

Da die häufigsten Todesursachen im deutschsprachigen Raum noch immer Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sind und es ohnehin ein massives Problem mit Übergewicht gibt, zeigen diese Ergebnisse erneut auf, wie wichtig eine gesunde Ernährungsweise ist.

Zwar wurde die Studie mit Mäusen durchgeführt, dennoch kann vermutet werden, dass beim Menschen ähnliche Effekte auftreten. Insgesamt bleibt deshalb zu hoffen, dass die Forscher aus Bonn demnächst probieren werden diese Ergebnisse auch am Menschen zu zeigen.

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