Unser Körper besteht von Natur aus zu einem sehr hohen Anteil aus Wasser. Doch manchmal kann es durch unterschiedlichste Ursachen zu einer verstärkten Wassereinlagerung kommen. Das erkennt man vor allem an den Gelenken, den Füßen und den Armen, die dadurch aufgequollen aussehen.

Da eine Wassereinlagerung meist auch mit einer schnellen Gewichtszunahme einhergeht und selten gut aussieht, zeigen wir dir in Artikel zehn entwässernde Lebensmittel. Sie sind alle gesund, lecker und können vielseitig in deinen Ernährungsplan eingebaut werden. Ihre entwässernde Wirkung kommt durch unterschiedliche Eigenschaften beziehungsweise Inhaltsstoffe zusammen.

Außerdem gehen wir hier auch auf mögliche Ursachen für eine Wassereinlagerung ein und erklären dir, warum es in manchen Fällen Pflicht ist zum Arzt zu gehen.

Warum entwässern manche Lebensmittel den Körper?

Entwässernde Lebensmittel - Top 10 Nahrungsmittel

Einige der nachfolgenden Nahrungsmittel enthalten größere Mengen Magnesium oder Kalium. Diese zwei Mineralstoffe spielen eine wichtige Rolle für unseren Elektrolythaushalt.

Werden sie in zu geringer Menge aufgenommen, so kann es zu einer verstärkten Wassereinlagerung kommen. Der Konsum von magnesium- und kaliumhaltigen Lebensmitteln kann dem entgegen wirken, indem das Gleichgewicht im Elektrolythaushalt wieder hergestellt wird.

Andere hier aufgeführte Lebensmittel wurden in Studien unter die Lupe genommen und haben dabei eine entwässernde Wirkung gezeigt, die durch unterschiedliche Inhaltsstoffe zustande kommen kann.

Los geht’s mit unserer übersichtlichen Liste!

Petersilie

Petersilie verwendet man in der deutschen Küche meistens für Petersilienkartoffeln. In anderen Ländern, wie zum Beispiel der Türkei, wird sie jedoch auch in Salate gegeben oder für leckere Saucen verwendet. Sie schmeckt lecker würzig und ist reich an Vitamin K, Vitamin C, Vitamin A und Folsäure.

Aus Tierstudien weiß man, dass Petersilie bei Ratten entwässernd wirken kann. Studien mit Menschen gibt es zwar nicht, aber solange man gesund ist, kann man sie in gewissen Mengen definitiv in die eigene Ernährung einbauen.

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Kaffee

Kaffee macht durch das darin enthaltene Koffein fit und munter. Zusätzlich dazu liefert er auch eine gewisse Menge an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen.

Das Koffein macht aber nicht nur munter, es hat auch eine entwässernde Wirkung, die Kaffee wiederum zu einem entwässernden Lebensmittel macht.

Man nimmt an, dass Koffein unter anderem entwässernd wirkt, weil es die Wiederaufnahme von Natrium in unserem Körper hemmt. Leider ist es aber so, dass man gegen diesen Effekt schnell eine Toleranz bildet. Wer also bereits Kaffee trinkt, der wird nicht in den Genuss der entwässernden Wirkung kommen.

Grüner, schwarzer und weißer Tee

Auch diese drei Teesorten enthalten bekanntermaßen Koffein und wirken dadurch entwässernd.

Obendrein liefern sie enorm hohe Mengen verschiedenster Antioxidantien, die möglicherweise unser Krebsrisiko senken und unsere allgemeine Gesundheit verbessern können.

Den höchsten Gehalt an Antioxidantien hat weißer Tee, direkt gefolgt von grünem Tee und schwarzem Tee.

Hibiskus

Hibiskus ist dir vielleicht in Form von Tee bekannt. Und genau so kann man ihn auch einsetzen, um den Körper zu entwässern.

Aus wissenschaftlichen Studien weiß man nämlich, dass er die Ausscheidung von Natrium fördert und gleichzeitig die Ausscheidung von Kalium hemmt. Zusätzlich dazu scheint er in der Lage zu sein unseren Blutdruck etwas zu senken.

Wie so oft gibt es hier allerdings auch widersprüchliche Ergebnisse. So zeigte diese Studie aus Thailand beispielsweise, dass die Urinmenge durch den Konsum von Hibiskus nicht signifikant erhöht wurde. Dafür weisen die Forscher darauf hin, dass Extrakte aus Hibiskus antibakteriell, antioxidativ und cholesterinsenkend wirken können.

Löwenzahn

Die meisten Leute kennen Löwenzahn aus der Natur. Was jedoch die wenigsten wissen, ist, dass man daraus auch Tee machen kann. Die frischen Blätter eignen sich außerdem für Salate.

Man nimmt an, dass der Konsum von Löwenzahn die Aktivität von Niere und Leber erhöht, wodurch es zu einer entwässernden Wirkung kommt. In der Volksmedizin wird Löwenzahn außerdem eingesetzt, um die Verdauung zu fördern.

In Hinblick auf wissenschaftliche Studien sind die Ergebnisse leider noch ziemlich unschlüssig. So zeigte diese Untersuchung zwar, dass es nach der Verabreichung von einem Löwenzahn Extrakt zu einer erhöhten Wasserausscheidung kam. Andere wissenschaftliche Studien konnten aber keinen Effekt nachweisen.

Wassermelone

Wassermelone schmeckt nicht nur lecker, sie enthält auch signifikante Mengen Kalium und versorgt unseren Körper mit Flüssigkeit. Dadurch ist sie ein entwässerndes Lebensmittel, das gerade im Sommer perfekt in die Ernährung integriert werden kann.

Falls du zusätzlich auch noch Eiweiß und Calcium aufnehmen willst, dann probier am besten mal einen Wassermelonen Salat mit Feta Käse. Mega lecker, super einfach zu machen und gesund!

Mangold

Durch den Spinat ist er etwas in Vergessenheit geraten: der Mangold. Doch er ist mindestens genauso gesund und obendrein eines der kaliumreichsten Lebensmittel, die es gibt. So liefert eine durchschnittliche Portion mit 175 Gramm schon 20% des Tagesbedarfs an Kalium.

Neben Kalium enthält Mangold hohe Mengen Vitamin A, Vitamin K, Vitamin C, Kupfer, Magnesium, Mangan, Eisen und Vitamin E. Das macht ihn nicht nur zu einem entwässernden Lebensmittel, sondern auch zu einem der gesündesten.

Rosenkohl

Auch mit 150 Gramm Rosenkohl kann man bereits 10% des Tagesbedarfs an Kalium abdecken. Zusätzlich dazu ist er enorm reich an Vitamin K und C sowie Folsäure, Vitamin B6 und Mangan.

Durch seinen hohen Gehalt an Ballaststoffen kann er uns nicht nur beim Entwässern des Körpers helfen, sondern auch die Darmgesundheit verbessern und cholesterinsenkend wirken. Die darin enthaltenen Glucosinolate dienen außerdem als Ausgangsstoff für diverse krebshemmende Substanzen.

Thunfisch

Als eines der wenigen tierischen Lebensmittel enthält Thunfisch signifikante Mengen Kalium und kann damit entwässernd wirken. Zusätzlich dazu liefert er hohe Mengen Selen, Vitamin B3, Vitamin B12 und B6.

In Hinblick auf die Makronährstoffe ist vor allem sein enorm hoher Gehalt an Eiweiß erwähnenswert. Dadurch ist er eines der besten Lebensmittel für den Muskelaufbau und den Fettabbau. Falls du unsere leckere Thunfisch Pasta noch nicht kennst, so solltest du sie unbedingt mal probieren. Auch ein paar gesunde Sandwiches mit Avocado haben wir daraus bereits gezaubert.

Rote Bete

Das letzte entwässernde Lebensmittel, das wir dir vorstellen möchten, ist rote Bete. Sie enthält viel Kalium und hat zusätzlich dazu einen sehr hohen Nitratgehalt.

Dadurch kann sie unseren Körper nicht nur entwässern, sondern auch dafür sorgen, dass unsere Leistungsfähigkeit beim Ausdauersport steigt. Die Nitrate wirken nämlich gefäßerweiternd. Dadurch kann das Blut leichter fließen und somit verbessert sich die Sauerstoffversorgung.

Mögliche Ursachen für eine Wassereinlagerung

Zu einer Wassereinlagerung kann es aus unterschiedlichsten Gründen kommen. Dazu gehört unter anderem:

Krankheiten:

Bei Manchen Krankheiten, wie Leber- oder Nierenerkrankungen, kommt es zu einer Wassereinlagerung. Dass hier eine ärztliche Abklärung erfolgen sollte, versteht sich von selbst.

Stress:

Durch Stress kommt es in unserem Körper vermehrt zur Ausschüttung von Cortisol. Es ist allgemein bekannt, dass ein hoher Cortisolspiegel auch mit einer verstärkten Wassereinlagerung einhergeht.

Periode:

Durch das veränderte hormonelle Umfeld kommt es vor und während der Periode verstärkt zur Einlagerung von Wasser. Das ist vollkommen normal und vergeht wieder, sobald die Periode vorbei ist.

Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme:

Wer zu wenig trinkt, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Körper vermehrt Wasser speichert. Achte deshalb auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Hohe Kohlenhydrat- und / oder Salzaufnahme:

Kohlenhydrate werden in unserem Körper in Form von Glykogen gespeichert. Hierbei werden die Kohlenhydrate gemeinsam mit Wasser in die Muskulatur und die Leber eingelagert. Wenn man ein paar Tage sehr viele Kohlenhydrate isst, kann das dazu führen, dass vermehrt Wasser eingespeichert wird. Sobald man die Zufuhr wieder auf ein normales Level bringt, vergeht das aber.

Eine zu hohe Salzaufnahme sorgt für ein Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt. Dadurch kann es dazu kommen, dass wir Wassereinlagerungen bekommen. Achte deshalb darauf deinen Natriumbedarf zu decken, aber iss nicht zu viel Salz.

Was du beachten solltest

Wenn du feststellst, dass dein Körper sehr viel Wasser eingelagert hat, dann solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn Wassereinlagerungen können auch gefährlich werden und sollten ab einem gewissen Ausmaß von einem medizinischen Experten begutachtet werden.

Die hier aufgeführten Lebensmittel solltest du außerdem nicht in zu hohen Mengen aufnehmen, um eine Entwässerung zu erzwingen. Das gilt insbesondere für die koffeinhaltigen Getränke, den Hibiskus Tee und den Löwenzahn. Achte als allererstes am besten darauf, dass du ausreichend Kalium durch „normale Lebensmittel“ und nicht zu viel Natrium (Salz) zu dir nimmst. Die restlichen Nahrungsmittel dienen dann als Ergänzung.

Fazit

Durch Stress, eine zu hohe Salzaufnahme oder andere Gründe kann es in unserem Körper zu einer verstärkten Wassereinlagerung kommen. Wenn diese nur leicht ist, so kann man dem Ganzen durch entwässernde Lebensmittel entgegenwirken.

Bei einer starken Wassereinlagerung sollte allerdings unbedingt ärztlicher Rat hinzugezogen werden, da diese nicht immer harmlos sein muss.

Wir hoffen, dass dir diese praktische Liste eine gute Übersicht gegeben hat.

Viele Grüße und bis bald,

dein Fitshapery Team

Entwässerung des Körpers

Körper entwässern durch Lebensmittel

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